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Paartherapie

„Zu wissen, dass Veränderung möglich ist, und der Wunsch, Veränderungen vorzunehmen, dies sind zwei große erste Schritte.“

- Virginia Satir

Paartherapie

Es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb Paare gemeinsam eine Psychotherapie machen wollen. Diese können sein:

  • Konflikte, Streit, Disharmonie
  • „Krisen“
  • Vorhaltungen gegenüber dem Partner
  • sexuelle Probleme
  • Beziehungsprobleme
  • mangelnde Kommunikation
  • fehlende Wertschätzung und Einfühlungsvermögen
  • Seitensprünge
  • berufliche Veränderungen
  • körperliche Krankheit eines Partners
  • Familienprobleme
  • Probleme mit den eigenen Kindern
  • gemeinsame Beziehungszeit fehlt
  • Vertrauensprobleme, Eifersucht
  • Beziehungsveränderungen z.B. durch Geburt eines Kindes
  • etc.

Es gibt viele Beweggründe als Paar eine Psychotherapie zu machen. Das Paar kommt in Therapie zu mir, da es einen inneren Veränderungswunsch hat und sich zumindest einer der beiden in der Beziehung nicht mehr glücklich fühlt.

Es ist häufig so, dass ein Partner den Wunsch nach einer Veränderung innerhalb der Beziehung stärker wahrnimmt als der andere.

Voraussetzungen für eine Paartherapie:

  • Wunsch nach Veränderung beider Partner – zumindest von einem Partner zu Beginn
  • Wunsch nach einer befriedigenderen Beziehungsgestaltung
  • die partnerschaftliche Beziehung als gemeinsame „Arbeit“ zu sehen
  • beide Partner besitzen einen gewissen Grad an psychischer Stabilität (dies können wir auch gemeinsam im Erstgespräch eruieren, damit meine ich zum Beispiel, dass keiner der Partner aktuell eine akute schwere Depression hat)

Die Ziele der Paartherapie sind:

  • wechselseitiges Zuhören
  • wechselseitiges genaues Verstehen
  • wechselseitiges Einfühlungsvermögen
  • wechselseitige Wertschätzung
  • befriedigende Beziehungsgestaltung
  • bewusste „Beziehungszeit“ im Alltag einplanen: Freizeit; Elternzeit, Kurzurlaube, gemeinsame Auszeit
  • Konflikte, Diskussionen, Streit, Reibung dienen zur Entwicklung jedes Einzelnen, aber auch der partnerschaftlichen Beziehung zueinander, wenn diese auf einer respektvollen Ebene bleiben können
  • gegenseitiges Vertrauen
  • beide Partner lernen die eigenen inneren „verletzlichen Teile/Wunden“ in sich selbst kennen
  • Selbstentwicklung beider Partner
  • die gegenseitige Kommunikation wird mehr und „tiefer“ geführt, dies beinhaltet: „Ich möchte dich als meinen Partner verstehen, ich möchte jedoch auch mich verstehen, warum ich in diesem Punkt so agiere, handle, reagiere, fühle.“
  • „Ich sage dir so gut es aktuell für mich geht jedes aktuelle Gefühl in mir und habe keine Angst vor deiner Reaktion sowie vor Zurückweisung.“
  • bewusstes Erkennen der „Beziehungsqualität“: Was macht unsere Beziehung aus? Weshalb sind wir gemeinsam in diese Beziehung gegangen? Was waren meine Motive zu dieser Beziehung?
  • Biografiearbeit beider Partner: Wo komme ich her? Was sind meine Wurzeln? Was sind deine? Wo beginnt unsere gemeinsame Geschichte?
  • gegenseitiges Verstehen-Wollen: „Ich möchte dich verstehen, warum du da so wütend, verletzlich, ängstlich etc. bist.“
  • wechselseitiges Akzeptieren: „Ich nehme dich als Partner an und akzeptiere dich so, wie du gerade bist, mit all deinen aktuellen Gefühlen und Wertungen. Ich versuche und bemühe mich, dich zu verstehen.“
  • Weshalb leben wir nebeneinander und nicht mehr miteinander?
  • Beziehung vs. Trennung: Macht unsere partnerschaftliche Beziehung noch Sinn oder ist der Weg der Trennung der bessere?
  • Nähe vs. Distanz: Wie viel partnerschaftliche Nähe und Distanz brauchst du oder ich?
  • körperliche Nähe, Erotik, Sexualität: Dafür braucht es eine offene gemeinsame Kommunikation und Sprache darüber. Was tut mir gut und was dir? Wie können wir unserer Sexualität neuen Schwung geben? Welche Liebesspiele sind für uns beide schön? Worin besteht unsere körperliche Anziehung?
  • Was zeichnet unsere Liebe aus? Wie kann der „eingeschlafenen Liebe“ neuen Schwung verliehen werden? Was mag und schätze ich an dir?
  • Welche Ressourcen haben wir als Paar? Wer unterstützt uns von außen oder mit den eigenen Kindern? Was sind unsere inneren Ressourcen?
  • Familie: Welche Rolle habe ich als Mann, Vater, Sohn, Frau, Mutter, Tochter? Welche Rollenerwartungen sind in unserer Beziehung? Gibt es welche? „Ich als Mann soll die Familie ernähren.“, „Ich als Frau mache den Haushalt und die Kinder?“
  • Beziehungsmuster: Welche haben wir als Paar? Welche Beziehungsdynamik besteht aktuell oder vielleicht schon länger?
  • Welche Gemeinsamkeiten haben wir?
  • Welche Ziele haben wir? Wo wollen wir hin? Gibt es gemeinsame Ziele?
  • Aufdecken von positiven Aspekten: Was läuft innerhalb der Beziehung gut? Womit sind wir zufrieden? Was ist das Schöne an der Beziehung?
  • usw.

Ich möchte noch kurz auf „den Partner akzeptieren“ eingehen. Nicht alles kann bei dem anderen Menschen akzeptiert oder wertgeschätzt werden. Um eine Veränderung herbeizuführen braucht es auch zum Teil gemeinsame Kompromisse. Ich habe nun Ziele für die Paartherapie benannt, dies soll jedoch nur ein kleiner Auszug der Möglichkeiten sein. Es ist unterschiedlich, welche Ziele innerhalb der Paartherapie erreicht werden sollen. Ihre gemeinsamen oder persönlichen Ziele für Ihre Partnerschaft werden wir innerhalb der Therapie eruieren.

Vielleicht haben Sie dabei auch schon konkrete Vorstellungen und Wünsche, was sich innerhalb der Beziehung verändern soll oder worunter Sie „leiden“.

Paartherapie bedeutet jedoch nicht immer, dass die Beziehungsqualität befriedigender gestaltet werden kann oder soll. Es kann auch innerhalb der Therapie mit Paaren ein gemeinsamer Entschluss sein oder werden, dass eine Trennung der bessere Weg ist.

Die Häufigkeit der Paartherapiesitzungen werden wir an Ihre Bedürfnisse anpassen.